Quereinstieg: Beruflicher Neustart ohne klassische Ausbildung
26. Januar 2026 | Mareike List
Du denkst über einen Quereinstieg nach, aber weißt nicht, wo du anfangen sollst?
Dann bist du hier richtig. In diesem Artikel zeige ich dir, warum der Quereinstieg für viele Frauen heute realistischer ist denn je, auch ohne neue Ausbildung. Du bekommst Mut, Klarheit und ganz konkrete Tipps für deinen eigenen Weg.
Das Wichtigste auf einen Blick
✓ Quereinstieg bedeutet nicht "bei null anfangen", sondern vorhandene Stärken neu kombinieren
✓ Immer mehr Branchen suchen gezielt nach Menschen mit Berufserfahrung, nicht nur nach "perfekten" Lebensläufen
✓ Gute Chancen gibt es z. B. in Projektarbeit, Kundenbetreuung, HR, Marketing oder IT-nahem Support
✓ Auch ohne neue Ausbildung kannst du einsteigen. Wichtig ist, dass du deine Kompetenzen klar zeigen kannst und ggfs. erweiterst
✓ Reglementierte Berufe wie Ärztin oder Anwältin sind ohne bestimmte Abschlüsse nicht zugänglich
✓ Dein Netzwerk, dein Auftritt und deine innere Haltung machen oft den entscheidenden Unterschied
Inhaltsverzeichnis
Was bedeutet Quereinstieg heute wirklich?
Elternkompetenzen für deinen Quereinstieg als Führungskraft
Warum der Quereinstieg für viele Frauen gerade jetzt eine echte Option ist
Was sind gut bezahlte Jobs für Quereinsteiger?
Welche Jobs sind für Quereinsteiger eher ungeeignet?
Lehrer werden als Quereinsteiger
5 praktische Tipps, wie du deinen Quereinstieg vorbereiten kannst
Fazit: Quereinstieg ist kein Rückschritt, sondern eine bewusste Entscheidung
Was bedeutet Quereinstieg heute wirklich?
Quereinstieg heißt: Du wechselst in eine neue Rolle oder Branche, ohne den klassischen Ausbildungsweg dafür gegangen zu sein. Statt „falsch qualifiziert“ geht es heute darum, vorhandene Kompetenzen sinnvoll zu übertragen und gezielt zu ergänzen.
Früher sah es oft so aus: Ausbildung oder Studium, Berufseinstieg, dann die Karriereleiter nach oben. Heute sieht das anders aus, besonders für Frauen, deren Lebensläufe oft nicht linear verlaufen. Quereinstieg bedeutet längst nicht mehr „irgendwie reingerutscht“, sondern ist für viele ein bewusster Schritt in ein neues Feld, mit einer klaren Strategie.
Im Kern heißt Quereinstieg: Du bringst Berufserfahrung, Wissen oder Fähigkeiten mit, aber eben nicht den „offiziellen“ Abschluss für die neue Rolle. Stattdessen überzeugst du über andere Wege: durch deine Erfahrung, deine Haltung, deine Lernbereitschaft und durch deine Fähigkeit, vorhandene Kompetenzen auf neue Aufgaben zu übertragen.
Beispiele:
Du hast Projektarbeit in einem Ehrenamt gemacht? Dann kannst du auch Projekte im Job managen.
Du hast im Verlag gelernt, mit Menschen und Prozessen umzugehen? Dann kannst du auch im Kundenservice oder als Teamkoordinatorin glänzen.
Du hast in Elternzeit deinen Alltag neu organisiert, kommuniziert, verhandelt, priorisiert? Willkommen in jeder Führungsrolle.
Wichtig ist dabei nicht nur, was du gemacht hast, sondern wie du es erzählst. Die Übersetzungsleistung zählt: Welche deiner bisherigen Erfahrungen passen auf die Anforderungen der neuen Rolle? Wo bist du anschlussfähig? Welche Lücken kannst du gezielt schließen, ohne gleich eine neue Ausbildung zu machen?
Persönlicher Impuls
Viele meiner Kundinnen unterschätzen, wie viel sie schon mitbringen. Sie sprechen von „ich kann doch nichts anderes“ und übersehen dabei, dass sie über Jahre hinweg Fähigkeiten aufgebaut haben, die im Quereinstieg Gold wert sind. Kommunikation, Organisation, Priorisierung, Empathie, alles Skills, die Arbeitgeber:innen suchen. Der erste Schritt ist oft: den eigenen roten Faden erkennen und benennen.
Elternkompetenzen für deinen Quereinstieg als Führungskraft
Was im Lebenslauf wie eine „Pause“ aussieht, ist in Wahrheit Führung auf höchstem Niveau. Wer Kinder managt, führt längst. Und das oft besser als viele Führungskräfte ohne Kinder.
Wenn du aus der Elternzeit heraus deinen Wiedereinstieg planst und überlegst, direkt einen Quereinstieg zu wagen, fragst du dich vielleicht, wie du diese “Pause” gut und überzeugend mit deiner Jobsuche verbinden kannst.
Tatsächlich bringst du als Mutter viele Leadership-Kompetenzen mit:
✔️ Entscheidungsfähigkeit unter Unsicherheit & Zeitdruck
✔️ Kommunikationsfähigkeit
✔️ Anpassungsfähigkeit
✔️ Klares Priorisieren
✔️ Konfliktlösung
✔️ Organisation
✔️ Empathie
Der Schlüssel liegt in der Übersetzung deiner Tätigkeiten in der Mutterrolle in den Arbeitskontext: Nicht was du erlebt hast, sondern was du daraus gelernt hast und wie du es ins Berufsfeld überträgst.
So wird Familienmanagement zur Leadership-Kompetenz:
Elternkompetenzen Beispiel 1:
Drei Kinder an einem Montagmorgen rechtzeitig mit gepackten Taschen, Brotdosen und Turnbeuteln aus dem Haus bringen, während ein Kind Wutanfälle hat und das andere krank zu werden droht.
→ Leadership-Kompetenz: Krisenmanagement, Priorisierung, emotionale Führung
→ Satz für Bewerbung oder LinkedIn: „Ich halte auch in komplexen Situationen den Überblick, treffe schnelle Entscheidungen und führe mein Team mit Klarheit – selbst unter Druck.“
Elternkompetenzen Beispiel 2:
Immer wieder Konflikte zwischen Geschwistern moderieren, bei denen es keine offensichtliche Lösung gibt und trotzdem Beziehung und Gerechtigkeit sichern.
→ Leadership-Kompetenz: Konfliktmoderation, Empathie, Balance zwischen Struktur und Flexibilität
→ Satz für Bewerbung oder LinkedIn: „Ich moderiere Konflikte mit Fingerspitzengefühl, schaffe tragfähige Lösungen und fördere ein wertschätzendes Miteinander, auch wenn Interessen sich widersprechen.“
Warum der Quereinstieg für viele Frauen gerade jetzt eine echte Option ist
Der Arbeitsmarkt verändert sich und öffnet Räume für neue Wege. Frauen, die Vereinbarkeit, Sinn und Selbstbestimmung suchen, finden im Quereinstieg heute realistische Chancen. Nicht trotz, sondern gerade wegen ihrer Erfahrung.
Für viele berufstätige Frauen steht der Wunsch nach Veränderung nicht aus Langeweile im Raum, sondern aus echter Notwendigkeit: Die alte Rolle passt nicht mehr, die Bedingungen stimmen nicht, viele sehnen sich nach mehr Sinnhaftigkeit ihrer Arbeit. Gleichzeitig steigen die Anforderungen im Alltag, mit Kindern, Care-Arbeit und mental Load. Die große Karriere im klassischen Sinn scheint unerreichbar. Aber aufgeben ist auch keine Option.
Im Rahmen einer beruflichen Neuorientierung kommt hier oft der Quereinstieg ins Spiel, nicht als letzter Ausweg, sondern als neue Gestaltungsform.
Warum gerade jetzt?
Der Arbeitsmarkt öffnet sich: In vielen Branchen fehlen Fachkräfte. Unternehmen sind zunehmend bereit, auf Potenzial zu setzen statt auf den perfekten Lebenslauf. Besonders dort, wo Prozesse standardisiert sind, Kompetenzen veralten oder neue Rollen entstehen.
Kompetenz geht vor Linearität: Wer mit 40 souverän mit Menschen umgeht, Projekte organisiert, Entscheidungen trifft, ist in vielen Teams wertvoll, unabhängig vom Studienfach von vor 20 Jahren.
Vereinbarkeit ist kein Karriere-Killer mehr, sondern ein Treiber für neue Arbeitsmodelle: Jobsharing, remote Work, flexible Rollen. Vieles davon wurde durch die letzten Corona-Jahre zur neuen Arbeitsrealität. Wer heute gut verhandelt, kann Arbeit und Karriere neu denken.
Sinn über Status: Für viele Frauen in der Lebensmitte rückt nicht mehr der Titel in den Vordergrund, sondern die Frage: Was will ich wirklich tun? Was soll meine Arbeit bewirken? Der Quereinstieg eröffnet dafür neue Chancen.
Beispiel aus dem Coaching
Eine meiner Klientinnen, Mitte 40, war lange im Marketing eines großen Konzerns tätig, aber mittlerweile völlig ausgebrannt. Sie hatte keine Lust mehr auf Kampagnen, Meetings und KPI-Reports. Im Coaching wurde ihr klar: Ihre Stärke liegt in der Arbeit mit Menschen. Heute arbeitet sie als Talent Acquisition Managerin in einem mittelständischen Unternehmen und sagt: „Ich bringe Menschen und Jobs zusammen. Das fühlt sich sinnvoll an.“ Ihr Marketing-Know-how nutzt sie jetzt für die Erarbeitung von Personalstrategien.
Was sind gut bezahlte Jobs für Quereinsteiger?
Auch ohne klassische Umschulung kannst du in gut bezahlte Rollen einsteigen, wenn du vorhandene Stärken clever nutzt, dich gezielt weiterbildest und den Einstieg über passende Brückenrollen suchst.
„Ich will nicht nochmal studieren, aber ich will fair bezahlt werden.“
Diesen Satz höre ich oft von Klientinnen. Und ja: Es ist möglich. Wenn auch nicht ganz einfach.
Hohe Gehälter gibt es in Bereichen, wo Verantwortung, Ergebnisnähe oder Fachkräftemangel aufeinandertreffen. Für Quereinsteigerinnen sind das vor allem Rollen mit Struktur, Kommunikation, Koordination, nicht selten in der Projektarbeit oder im Kundenkontakt.
Entscheidend ist: Du brauchst keine „perfekte Ausbildung“, sondern ein gut sichtbares Kompetenzprofil, sowie Sichtbarkeit als Expertin, z.B. durch Personal Branding auf LinkedIn.
Beispiele für gut bezahlte Quereinstiegsrollen:
IT & Digitalisierung
Vertrieb und Marketing
Immobilien
Datenanalyse
Gesundheitswesen
Handwerk und Bau
Lehramt
Als IT-Projektmanager:in kannst du laut kununu im Durchschnitt rund 73.000€ brutto im Jahr verdienen, als Data Scientist um die 67.400€ brutto jährlich.
Die Wahl der Branche entscheidet über die Höhe deines Gehalts
In vielen Berufen entscheidet die Branche darüber, wie viel du im Durchschnitt verdienen kannst.
Ganz oben wird das Gehaltsranking vom Bankwesen (ca. 70.250€) angeführt, danach folgen Luft- und Raumfahrt (68.000€), die Versicherungsbranche (66.500€) und die Pharmaindustrie (66.250€).
Es lohnt sich also auf jedenfall, deinen Branchen-Horizont etwas zu erweiteren und bei deiner Stellensuche gezielt nach Jobs in Branchen mit höherem Durchschnittsgehalt zu suchen (wenn dir ein gutes Gehalt wichtig ist).
Realitätstest
Hohe Gehälter gibt es nicht „weil Quereinstieg“, sondern weil du dich gut positionierst:
Du verstehst die Rolle und ihren Nutzen fürs Unternehmen.
Du kannst zeigen, dass du (relevante) Probleme lösen kannst.
Du kennst deinen Wert (für das Unternehmen) und kannst ihn formulieren.
Quellen für gut bezahlte Quereinsteiger-Jobs:
DESIGN YOUR JOB
Suchst du Unterstützung bei deiner beruflichen Neuorientierung?
Dafür habe ich mein 1:1 Coaching-Programm “Design Your Job” entwickelt.
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Welche Jobs sind für Quereinsteiger eher ungeeignet?
Reglementierte Berufe wie Ärztin, Lehrerin oder Anwältin sind ohne bestimmte Abschlüsse fast nicht zugänglich. Auch Jobs mit langer Einarbeitungszeit, unklaren Karrierepfaden oder hoher Haftung sind für den Einstieg ohne Vorqualifikation oft wenig geeignet.
Nicht jede Tür steht sofort offen und das ist auch okay. Der Quereinstieg funktioniert besonders gut dort, wo du schnell produktiv wirst, deine Kompetenzen zeigen kannst und Arbeitgeber eine Einarbeitung einkalkulieren. Umgekehrt gibt es Felder, in denen der Zugang gesetzlich geregelt ist oder hohe Einstiegshürden bestehen.
Diese Berufsfelder sind in der Regel ungeeignet für einen Quereinstieg:
Gesundheitsberufe: z. B. Ärztin, Psychotherapeutin oder Hebamme, wegen gesetzlicher Zulassungsvorgaben
Juristische Berufe: z. B. Anwältin oder Richterin, wegen staatlicher Prüfungen und Kammerpflicht
Lehramt: je nach Bundesland nur über definierte Quereinstiegsprogramme mit berufsbegleitender Qualifizierung
Ingenieurwesen & Bau: oft stark reglementiert, z. B. bei Bauvorlagenberechtigung oder Sicherheitsverantwortung
Gefahrgeneigte Berufe: z. B. Pilotin, Schifffahrt oder Labor, wegen hoher Haftungs- und Sicherheitsstandards
Ungeeignet heißt nicht „verboten“, aber:
Der Einstieg ist oft teuer und langwierig.
Die formalen Anforderungen sind nicht verhandelbar.
Der Karriereweg ist klar definiert und selten familienfreundlich.
Für viele Frauen in der Lebensmitte lohnt sich der Blick auf angrenzende Rollen, die ähnliche Inhalte bieten, aber zugänglicher sind.
Beispiele für reglementierte Berufe und angrenzende Rollen
statt Lehrerin → Bildungsberatung
statt Anwältin → Legal Operations oder Compliance Support.
statt Psychologin → Heilpraktikerin oder Coach
Lehrer werden als Quereinsteiger
Für viele Frauen klingt der Lehrerberuf nach genau dem, was sie suchen: Sinn, Wirksamkeit, gesellschaftliche Relevanz. Und tatsächlich gibt es in Deutschland offizielle Quereinstiegswege ins Lehramt, besonders in Mangelfächern und bestimmten Schulformen. Aber: Lehrerin ist kein Job, den man „einfach mal ausprobiert“. Es ist ein reglementierter Beruf mit klaren Spielregeln.
In Hessen etwa können Hochschulabsolventinnen ohne Lehramtsstudium über eine berufsbegleitende Qualifizierung in den Schuldienst einsteigen, inklusive Unterricht, Begleitung, Prüfungen und einer später anerkannten Gleichstellung zum Lehramt. Je nach Bundesland unterscheiden sich jedoch der Ablauf, Zugang und mögliche Fächerkombinationen. Fast überall gilt aber: Es ist ein mehrjähriger Weg, der Didaktik, Klassenführung, Diagnostik und pädagogische Haltung erfordert, nicht nur Fachwissen.
Wichtig zu wissen: Der Lehrerberuf ist kein „einfacherer Job“, auch wenn er durch Ferien und Beamtenstatus auf den ersten Blick erstmal sehr attraktiv wirkt. Hohe Verantwortung, emotionale Anforderungen und ständige Entscheidungen gehören zum Alltag. Wer vor allem auf der Suche nach mehr Sinn ist, kann hier Erfüllung füllen. Wer vorrangig weniger Belastung sucht, sollte genauer hinschauen.
Reflexionsfragen für dich:
Welche Altersgruppe passt wirklich zu dir, und warum?
Welche Stressfaktoren kannst du gut halten: Lärm, Konflikte, viele parallele Aufgaben?
Welche konkreten Rahmenbedingungen brauchst du für Vereinbarkeit: Arbeitsweg, Teilzeit, Betreuungszeiten?
Quellen zum Weiterlesen:
5 praktische Tipps, wie du deinen Quereinstieg vorbereiten kannst
Starte mit einem klaren Zielbild, nutze “Brückenrollen”, lerne gezielt, zeig konkrete Ergebnisse und bau dir ein Netzwerk auf. So wird dein Quereinstieg planbar statt riskant.
Oft steht die Frage im Raum: „Aber wie fange ich konkret an?“
Hier kommen fünf Schritte, die dir helfen, deinen Quereinstieg strategisch vorzubereiten, ohne dich zu überfordern.
1. Den roten Faden formulieren
Was kannst du? Was löst du für Probleme? In welchem Umfeld willst du arbeiten?
Diese drei Fragen sind der Startpunkt. Denn für einen erfolgreichen Quereinstieg brauchst du eine klare Positionierung.
Tipp: Schreib dir drei Sätze auf, die deinen Wechsel erklären. Für dich selbst, für dein Umfeld, für potenzielle Arbeitgeber.
2. Brückenrollen nutzen
Statt „von null auf Traumjob“ geht es oft besser mit einem Zwischenschritt.
Beispiel: Aus HR ins IT-Umfeld? Starte über Recruiting Tech Rollen oder People Ops.
So ist der Übergang besser planbar du und kannst dich schrittweise weiterentwickeln.
3. Gezielt weiterbilden - aber nur das, was zählt
Viele Quereinsteigerinnen verlieren sich in zu vielen Kursen.
Besser ist:
Eine Rolle auswählen
3–5 Kernkompetenzen ableiten
Eine Fähigkeit gezielt aneignen, z. B. mit einem Online-Kurs, oder einem konkreten Praxisprojekt
Förder-Tipp:
Die Bundesagentur für Arbeit unterstützt unter bestimmten Bedingungen Weiterbildungen mit einem Bildungsgutschein.
4. Zeig, was du kannst, mit echten Beispielen
Ein Lebenslauf ist gut. Ein Projektbeispiel ist besser.
Überleg dir, was du sichtbar machen kannst:
Ein Portfolio
Eine kleine Analyse
Eine Prozessbeschreibung
Ein Workshop-Konzept
Ein Case, den du lösen kannst
Gerade wenn du „nicht perfekt passend“ erscheinst, sind solche Beweise echte Türöffner.
5. Netzwerken statt Bewerben
Gerade im Quereinstieg laufen viele Einstiege über persönliche Kontakte und den verdeckten Stellenmarkt.
Aber keine Sorge: Du musst dich nicht verstellen, netzwerken kann auf ganz authentische Weise funktionieren. Wie du mit Natural Networking den für dich passenden Job findest, erfährst du in meinem Blogartikel “Netzwerken lernen”.
So könnte ein konkreter Plan aussehen:
Identifiziere Wunsch-Arbeitgeber und finde (ehemalige) Mitarbeiter des Unternehmens auf LinkedIn.
Schreibe pro Woche 10 Kontakte an.
Führe zwei informelle Gespräche pro Woche
So findest du heraus, wie die Realität in der Zielrolle aussieht und kommst ins Gespräch.
Fazit: Quereinstieg ist kein Rückschritt, sondern eine bewusste Entscheidung
Wenn du das Gefühl hast, dein Job passt nicht mehr zu dir, dann ist das kein Zeichen von Schwäche. Es ist ein Zeichen von Entwicklung. Der Quereinstieg kann genau der Weg sein, der dir ermöglicht, deine Stärken neu zu nutzen, statt dich weiter zu verbiegen.
Wichtig ist nicht, alles neu zu machen, sondern klug neu zu kombinieren.
Dein bisheriger Weg zählt. Deine Erfahrungen sind wertvoll.
Und ja: Es braucht Mut, einen neuen Schritt zu gehen. Aber du musst ihn nicht allein gehen und du musst ihn nicht perfekt gehen.
Du darfst Schritt für Schritt herausfinden, wie du arbeiten willst.
Du darfst lernen, dich selbst wieder ernst zu nehmen.
Und du darfst dir eine berufliche Zukunft gestalten, die zu deinem Leben passt nicht umgekehrt.
Wenn du Unterstützung bei deiner beruflichen Veränderung suchst, vereinbare gerne ein Erstgespräch mit mir.
Häufige Fragen Quereinstieg
-
Ja klar, und zwar oft besser als mit 25.
Mit 40+ bringst du nicht nur Berufserfahrung mit, sondern auch wichtige skills wie Selbstführung, Konfliktfähigkeit und Priorisierung. Diese Soft Skills sind in vielen Rollen ein wichtiger Mehrwert. Wichtig ist nicht dein Alter, sondern, wie klar du deine Stärken kommunizieren kannst. -
Typisch sind Berufe mit strukturiertem Onboarding und klarem Aufgabenprofil zum Beispiel:
Projektkoordination
Recruiting und Personalbetreuung
Customer Success und Account Management
IT-Support und QA
Social Media mit Strategie-Fokus
Operations in Startups
Entscheidend: Die Rolle sollte zu deinen bisherigen Kompetenzen passen, dann brauchst du keine neue Ausbildung, sondern nur einen klaren Kompetenznachweis.
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Neuorientierung ist der große Rahmen, sie beschreibt den gesamten Prozess der beruflichen Klärung.
Quereinstieg ist eine konkrete Form der Umsetzung: Du wechselst in eine neue Rolle oder Branche, ohne klassischen Ausbildungsweg.Du kannst dich neu orientieren, ohne einen Quereinstieg zu machen und du kannst einen Quereinstieg machen, ohne dich komplett neu zu orientieren.
-
Drei Wege, die realistisch sind:
Bildungsgutschein von der Agentur für Arbeit prüfen:
https://www.arbeitsagentur.de/bildungsgutscheinFörderung über den Arbeitgeber: viele Unternehmen unterstützen Weiterbildungen
Kleine Beweise aufbauen: z. B. ein Kurs mit Projektbeispiel, ein Portfolio, ein Zertifikat
Wichtig: Oft öffnen sich erste Türen schon mit Mini-Nachweisen, bevor eine große Maßnahme nötig wird.
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