Beruflicher Neuanfang: So gelingt der Neustart im Job
10. Februar 2026 | Mareike List
Ein beruflicher Neuanfang beginnt selten mit einer klaren Entscheidung.
Meist beginnt er mit einer latenten Unzufriedenheit, innerer Unruhe und der Frage, ob das hier wirklich alles gewesen sein soll.
Dieser Artikel zeigt dir, wie ein beruflicher Neuanfang gelingen kann – ohne überstürzte Kündigung, aber mit Klarheit, alltagstauglicher Struktur und ohne Alles-oder-nichts-Denken.
Das Wichtigste auf einen Blick
✓ Ein erfolgreicher Neuanfang startet mit innerer Klarheit, nicht mit einer Kündigung.
✓ Klare Kriterien sind wichtiger als die Suche nach dem “einen” Traumberuf.
✓ Testen im Kleinen bringt mehr Klarheit als langes Grübeln.
✓ Finanzielle Planung schafft Sicherheit und Handlungsspielraum.
✓ Ein Neuanfang darf schrittweise entstehen, nicht alles auf einmal.
Inhaltsverzeichnis
Wann ist es Zeit für einen beruflichen Neuanfang?
Welche Optionen für eine berufliche Veränderung gibt es?
Muss es gleich ein kompletter beruflicher Neuanfang sein?
Wie gelingt ein beruflicher Neuanfang?
4 typische Hürden beim beruflichen Neuanfang
Beruflicher Neuanfang: Erfolgreiche Beispiele
Die 10 wichtigsten Tipps für einen erfolgreichen beruflichen Neuanfang
Fazit: Dein beruflicher Neuanfang darf in deinem Tempo entstehen
Wann ist es Zeit für einen beruflichen Neuanfang?
Unzufriedenheit und Stress im Job sind normal, vor allem in der Lebensmitte, der “rush hour” des Lebens. Entscheidend ist, ob dein Job dich nur vorübergehend belastet oder ob er dauerhaft nicht mehr zu deinem Leben, deinen Werten und deiner aktuellen Situation passt.
Eine größere berufliche Veränderung lohnt sich vor allem dann, wenn:
deine Job-Unzufriedenheit über Monate bestehen bleibt
du dich nach mehr Sinn, Wertschätzung oder Gestaltungsspielraum sehnst
dir deine Arbeit überwiegend Energie zieht und erste Stress-Symptome auftreten
dein Job dauerhaft im Widerspruch zu deinem Leben steht
Was viele nicht wissen:
Der Wunsch nach beruflicher Veränderung hängt nicht nur vom Job ab, sondern auch davon, wie lange du ihn schon machst und wo du gerade im Leben stehst.
Der Karriere-Lebenszyklus
In vielen Berufen verläuft die persönliche Entwicklung ähnlich.
Der sogenannte Karriere-Lebenszyklus beschreibt die folgenden typischen Entwicklungsphasen:
Basis-Wissen (ca. 3 Jahre): Du lernst die Grundlagen deines Jobs und baust erste Erfahrungen auf.
Spezialisierung (ca. 3 Jahre): Dein Wissen wird tiefer, du wirst Expertin in einem Fachgebiet. Dein Marktwert ist hoch.
Nach dem Peak: Nach ca. 6-7 Jahren im Beruf, erreichen viele eine Art Kompetenz-Plateau. Andere ziehen nach, dein Vorsprung schmilzt. Wenn jetzt keine neuen Impulse kommen, fühlt sich Arbeit schnell leer oder zäh an.
Gerade in dieser letzten Phase lohnt sich die Frage: Bleibe ich in meiner Rolle, oder brauche ich einen Wechsel, um weiter zu wachsen?
Genau hier entsteht bei vielen Frauen der Wunsch nach einem beruflichen Neuanfang.
Eine gezielte, strategische Weiterentwicklung ist in jedem Falle sinnvoll, um weiterhin wertvoll (und gut bezahlt) für den Markt zu sein. An diesem Punkt ist es wichtig dich zu fragen: Wie wird sich der Markt entwickeln? Welches Wissen sollte ich dann haben? Mit einem attraktiven, zukunftsfähigen Profil wirst du später auch etwas komplett anderes machen können, wie beispielsweise dich selbstständig zu machen.
Auch wer länger beim gleichen Arbeitgeber bleiben möchte, profitiert davon, etwa alle drei Jahre neue Aufgaben oder Projekte zu übernehmen. So bleibt der Alltag abwechslungsreich und du entwickelst dich kontinuierlich weiter. Je besser du in deinem Unternehmen vernetzt bist, desto einfacher wird ein interner Jobwechsel dir fallen.
Mit Blick auf die aktuelle KI-Transformation wird sich der Karriere-Lebenszyklus nochmal beschleunigen. Die aktuelle, strategische Weiterbildung sowie lebenslanges Lernen gewinnen zunehmend an Bedeutung.
Reflektionsfrage für dich:
In welcher Phase deines beruflichen Lebenszyklus steckst du gerade?
Die 4 Karriere-Lebensphasen
Entscheidend ist auch, in welcher (Karriere-)Lebensphase du gerade bist. Unsere Werte und Prioritäten verändern sich, und damit auch, was wir von Arbeit erwarten.
Die Karriereexpertin Svenja Hofert beschreibt vier typische berufliche Lebensphasen:
Entreephase – Ankommen
Die Frage „wozu gehöre ich?“ treibt uns an. Es geht ums Ausprobieren und erste Orientierung.Karrierephase – Sich beweisen
Leistung und Anerkennung stehen im Vordergrund. Viele suchen hier Entwicklung und finanzielle Fortschritte.Integrationsphase – Sich Verbinden
Die Frage „wie will ich leben?“ prägt unsere Entscheidungen. Arbeit soll zu Familie, Beziehungen und Gesundheit passen.Sinnphase – Bleiben
Früher oder später taucht die Sinnfrage auf: „Was soll von mir bleiben?“ Arbeit wird Teil einer größeren Lebensperspektive.
Dieses Modell macht deutlich: Nicht jede berufliche Veränderung ist eine Reaktion auf äußere Umstände.
Bei vielen Frauen um die 40 ist gerade ein innerer Entwicklungsprozess im Gange. Und den darfst du dir bewusst anschauen.
DESIGN YOUR JOB
Suchst du Unterstützung bei deinem beruflichen Neuanfang?
Dafür habe ich mein 1:1 Coaching-Programm “Design Your Job” entwickelt.
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Welche Optionen für eine berufliche Veränderung gibt es?
Wenn du weißt, was du zukünftig willst - oder zumindest, was du nicht mehr willst - kannst du konkrete Optionen ableiten. Das kann ein interner Wechsel, ein externer Jobwechsel, ein Branchenwechsel oder ein anderes Arbeitsmodell sein, oft auch eine Kombination aus mehreren Wegen.
Typische Möglichkeiten sind zum Beispiel::
interne Wechselmöglichkeiten
passende Rollen bei anderen Unternehmen
eine andere Branche, die du schon lange spannend findest
ein kompletter Quereinstieg in ein anderes (Zukunfts-)Feld
alternative Arbeitsmodelle wie Teilzeit, Projektarbeit oder (nebenberufliche) Selbstständigkeit
Wichtig ist auch ein realistischer Blick auf den Markt:
Welche Stellen gibt es aktuell wirklich?
Welche Gehaltsbandbreiten sind realistisch?
Welche Skills werden gesucht?
Welche Trends verändern deine Branche?
Wie wird KI deine Wunsch-Stelle verändern?
👉 In meinem Blogartikel zum Arbeitsmarkt 2026 erfährst du, warum gerade jetzt ein guter Zeitpunkt für eine berufliche Veränderung sein kann.
Muss es gleich ein kompletter beruflicher Neuanfang sein?
Nicht jede berufliche Unzufriedenheit erfordert einen radikalen Neuanfang. Oft gibt es Zwischenlösungen, mit denen du deine Situation spürbar verbessern kannst, ohne sofort alles aufzugeben.
Viele Frauen denken bei beruflicher Veränderung sofort in Extremen:
Entweder durchhalten oder kündigen.
Dabei gibt es einen hilfreichen Denkrahmen aus dem Karrierecoaching:
Love it. Change it. Leave it.
Love it
Hier geht es darum, die positiven Aspekte deines Jobs in den Fokus zu nehmen. Frag dich z.B. “Was würdest du vermissen, wenn du deinen Job nicht mehr hättest?” oder “Wofür ist dein Job gut?”. Mit Hilfe so eines “Reframings” (also Umdeuten) kannst du lernen, das Gute in Dingen zu sehen und wieder Selbstwirksamkeit und Sinn in deinem Job zu verspüren. Diese Haltung hilft dir auch Dinge, die du aktuell vielleicht nicht ändern kannst, zu akzeptieren.
Change it
Hier geht es um die Frage, welche Aspekte deines jetzigen Jobs du tatsächlich verändern kannst. Wenn dein Job im Großen und Ganzen passt, dich aber Details belasten, kannst du es mit Job Crafting probieren: Aufgaben delegieren, neue Rolle übernehmen, Rahmenbedingungen neu verhandeln. Solche kleinen Veränderungen haben oft eine viel größere Wirkung als gedacht.
Leave it
Wenn du für dich keinen Handlungsspielraum mehr siehst, und die schwierigen Dinge auch nicht mehr akzeptieren möchtest, bleibt dir natürlich auch die Möglichkeit, dich neu zu orientieren und deinen Job zu verlassen. Aber auch hier muss es kein kompletter Neuanfang sein. Du kannst dich auch erstmal neben dem Job orientieren, oder mit einem Job-Portfolio mehrgleisig fahren.
Der wichtigste Punkt dabei:
Ein beruflicher Neuanfang ist keine Alles-oder-nichts-Entscheidung.
Wie gelingt ein beruflicher Neuanfang?
Ein beruflicher Neuanfang gelingt nicht durch Zufall, sondern durch Klarheit über die eigene Motivation, eine erste innere Vision und einen strukturierten Prozess. Wer von innen nach außen vorgeht, trifft tragfähigere Entscheidungen und bleibt handlungsfähig.
Je besser du dich selbst kennst und dein Umfeld bewusst einbeziehst, desto stimmiger und nachhaltiger wird dein Weg.
Warum deine Wechselmotivation entscheidend ist
Bevor es um konkrete Joboptionen geht, lohnt sich ein Blick nach innen.
Auf die Frage, warum du genau wechseln möchtest.
Grundsätzlich gibt es zwei Arten von Wechselmotivation:
Weg-von-Motivation
Du willst weg von Stress, Überforderung oder innerer Leere.
Diese Motivation ist oft sehr kraftvoll, vor allem, wenn der Leidensdruck hoch ist.
Hin-zu-Motivation
Du hast eine Vorstellung davon, wie du künftig arbeiten und leben möchtest.
Diese Motivation ist intrinsisch und kann dich durch den komplexen Prozess einer Neuorientierung tragen. Aber Vorsicht: verliere dich nicht im Träumen, sondern validiere möglichst früh deine Annahmen und Träume mit der Realität!
Klug ist es, beide Motivationsarten zu verbinden.
Denn Veränderung braucht sowohl Dringlichkeit als auch Orientierung.
Wenn du jetzt sagst “der Job ist doch eigentlich ganz OK” und gleichzeitig ist dir nicht klar, wohin deine Reise gehen soll, fehlt es sowohl an einer Weg-von als auch an einer Hin-zu-Motivation. Wenn also beide Arten von Motivation fehlen, ist es für viele Menschen super schwer ins Tun zu kommen und den beruflichen Neuanfang wirklich anzugehen.
Ein bewährte Methode für den Einstieg ist, dir zwei Listen zu machen:
deine 3 wichtigsten Must-haves für einen zukünftigen Job
deine 3 absoluten No-Gos
So entsteht eine erste innere Leitplanke, auch dann, wenn das Zielbild noch unscharf ist.
👉 Wenn du immer noch haderst, ob du deinen Job wirklich verlassen solltest, findest du vielleicht in meinem Blogartikel “Jobwechsel: ja oder nein?” neue Impulse und Tools, die dir helfen dich zu entscheiden.
Warum Klarheit oft als Bild beginnt
Viele Frauen starten in die berufliche Neuorientierung mit dem Gedanken:
„Ich brauche erst die perfekte Idee.“
In der Praxis zeigt sich jedoch:
Der Prozess führt von innen nach außen.
In meinem Coaching arbeiten viele Frauen deshalb zu Beginn mit einer Visionsreise.
Daraus entsteht kein fertiger Plan, sondern erstmal ein inneres Bild, manche erstellen auch gerne daraus ein Visionboard.
Dieses innere Bild darf sich noch verändern.
Im Laufe des Prozesses wird es immer konkreter und realistischer.
Ein beruflicher Neuanfang ist ein strukturierter Prozess
Statt auf die eine richtige Idee zu warten, hilft dir ein klarer Rahmen.
Ein Prozess, der dir Orientierung gibt und gleichzeitig Flexibilität und Individualität ermöglicht.
👉 Hier findest du meinen erprobten “5-Schritte-Fahrplan” für eine erfolgreiche berufliche Neuorientierung.
Dieser Fahrplan hilft dir:
dich nicht zu verzetteln
Entscheidungen Schritt für Schritt zu treffen
und handlungsfähig zu bleiben, auch wenn noch nicht alles klar ist
4 typische Hürden beim beruflichen Neuanfang
Ein beruflicher Neuanfang fühlt sich für viele Frauen schwer an, obwohl sie innerlich längst bereit sind. Verantwortung, finanzielle Sicherheit, fehlende Struktur und Unsicherheit im Alltag bremsen – nicht fehlender Mut oder mangelnde Entschlossenheit.
1.) Persönliche Hürden: wenig Raum für dich selbst
Viele Frauen starten eine Neuorientierung aus dem laufenden Alltag heraus.
Mit Job, Familie, Verantwortung und wenig Zeit für sich.
Das Problem ist nicht fehlende Motivation.
Es ist fehlender Raum für dich selbst.
Ohne Klarheit über deine Prioritäten wirst du nicht losgehen.
Was hier hilft:
realistisch einschätzen, wie viel Kapazität du gerade hast
weniger wichtige Dinge (temporär) reduzieren oder ganz streichen
bewusst Zeitfenster für dich schaffen
Ein beruflicher Neuanfang braucht keinen perfekten Plan.
Aber er braucht Zeit und Aufmerksamkeit.
2.) Finanzielle Hürden: Angst vor Unsicherheit
Finanzielle Verantwortung ist eine der häufigsten inneren Blockaden.
Gerade mit Kindern oder festen Verpflichtungen.
Viele Frauen spüren den Wunsch nach Veränderung und bremsen sich gleichzeitig aus Angst vor dem Risiko.
Was dich entlasten kann:
Klarheit über deine finanzielle Ausgangslage
Wissen, wie viel Sicherheit du wirklich brauchst
die Erlaubnis, nicht sofort alles ändern zu müssen
Ein beruflicher Neuanfang muss nicht radikal sein.
Er darf schrittweise entstehen.
3.) Vom Denken ins Handeln kommen: wo fange ich an?
Ein weiteres großes Hindernis ist Überforderung.
Zu viele Möglichkeiten. Zu viele Gedanken. Zu wenig Struktur.
Viele Frauen bleiben deshalb im Kopf und warten auf den einen klaren Moment.
Was hier hilft:
den kleinstmöglichen nächsten Schritt definieren
feste Fokuszeiten einplanen
Unterstützung suchen, statt alles allein zu tragen
Nicht Tempo ist entscheidend.
Sondern Losgehen.
4.) Fehlende Einblicke: der verdeckte Stellenmarkt
Viele berufliche Möglichkeiten tauchen nie in klassischen Stellenanzeigen auf, sondern werden über den verdeckten Arbeitsmarkt vergeben.
Das verstärkt das Gefühl von Unsicherheit.
Was hilft:
mit Menschen sprechen, die in deinem Wunsch-Job oder -Unternehmen arbeiten
Einblicke sammeln, bevor du eine Entscheidung triffst
Natural Networking statt klassischer Bewerbungsschleifen
Klarheit entsteht oft im Gespräch, nicht beim Grübeln am Schreibtisch.
Viele warten auf das Gefühl von Sicherheit, bevor sie losgehen.
In der Realität ist es oft umgekehrt: Sicherheit entsteht durch Bewegung.
Mut heißt nicht, keine Angst zu haben. Mut heißt, loszugehen, ohne unnötige Risiken einzugehen.
Und genau das darf ein beruflicher Neuanfang sein.
Beruflicher Neuanfang: Erfolgreiche Beispiele
Wenn du dich nach etwas Neuem sehnst, aber zweifelst, ob du das wirklich schaffen kannst, hilft manchmal eines am besten: echte Beispiele.
Von Frauen, die zeigen, dass berufliche Neuorientierung mit 40 (oder auch mit 30 oder 50) möglich ist. Geschichten von Frauen, die ihren beruflichen Neuanfang auf ihre ganz eigene Art und Weise, mit ihren individuellen Hürden und auf unterschiedlichen Wegen geschafft haben.
Beispiel 1: Neue Rolle im gleichen Unternehmen
Julia, eine Projektmanagerin merkte, dass sie ständig nur noch auf Kundenwünsche reagierte und dabei völlig ausbrannte. Kündigen wollte sie nicht, aber so weitermachen auch nicht.
Also sprach sie offen mit ihrer Führungskraft, entwickelte gemeinsam ein neues Aufgabenprofil und wechselte in eine interne Konzeptrolle und verhandelte zwei feste Vormittage pro Woche als “Fokuszeit” im Homeoffice.
Heute sagt sie: „Ich hätte nie gedacht, wie viel Energie zurückkommt, wenn ich meine Stärken auf der Arbeit einsetzen kann.“
Beispiel 2: Branchenwechsel mit Weiterbildungs-Übergang
Friederike, eine Marketingmanagerin im FMCG-Bereich, wollte raus aus ihrem Job, weg vom schnellen Tempo, weg vom Druck.
Sie begann mit einem Online-Kurs für den Bildungssektor, führte Gespräche mit Menschen, die in sozialen Organisationen arbeiten, und engagierte sich am Wochenende ehrenamtlich. Neun Monate später bewarb sie sich bei einer NGO und wurde genommen.
Heute bringt sie ihr Wissen weiter ein, aber mit einem neuen Fokus: „Ich arbeite noch immer strategisch, aber es geht jetzt um etwas, das mir wirklich wichtig ist.“
Beispiel 3: Kombination aus Anstellung und Selbstständigkeit (Job-Portfolio)
Kristin, 34, Prozessmanagerin, fühlte sich in ihrem Angestelltenverhältnis zunehmend gefangen und wollte sich beruflich verändern. Sie hatte schon mit dem Gedanken gespielt, sich selbstständig zu machen, hatte aber zu große Angst zu versagen.
Während des Design-Your-Job-Coachings konnte sie endlich ihre Selbstzweifel überwinden und ein klares Bild davon entwickeln, wo sie beruflich hin möchte. Heute baut sie nebenberuflich ihre Selbstständigkeit im Bereich Interior Design auf, hat sich 1x pro Woche einen Werkstattraum gemietet, einen VHS Kurs “Interior Design” belegt und arbeitet gerade an der Entwicklung ihres ersten Produktes, einer Lampe aus Fliesen.
“Ich dachte anfangs, dass mir einfach nur die richtige Idee für eine Gründung fehlt. Im Coaching habe ich aber gemerkt: Es sind vielmehr meine Selbstzweifel und negativen Glaubenssätze gewesen, die mich zurückgehalten haben. Meine innere Überzeugung „Ich habe nicht genügend Geld, um mir eine Selbstständigkeit aufzubauen“ hat sich als Ausrede entpuppt. Denn wenn man wirklich will, gibt es immer Lösungen.“
Meine Botschaft für dich:
Lass dich nicht entmutigen, wenn du noch nicht weißt, wie dein Weg aussieht. Die meisten Frauen, die heute mutig und klar wirken, standen genau da, wo du jetzt bist: mittendrin zwischen Unsicherheit und Aufbruch. Wichtig ist nicht, dass du sofort alles weißt. Wichtig ist, dass du losgehst und dranbleibst.
Die 10 wichtigsten Tipps für einen erfolgreichen beruflichen Neuanfang
Verlasse deinen Job nicht aus Frust.
Wenn du kündigst, ohne Klarheit zu haben, was du stattdessen brauchst, landest du oft im nächsten Mismatch. Besser: Nutze deine Unzufriedenheit als Startpunkt für eine ehrliche Analyse und gezielte Veränderungen.Nutze „Jobcrafting“.
Schau erst, ob du in deinem jetzigen Job etwas verändern kannst. Wer eigene Aufgaben aktiv umgestaltet, gewinnt oft schon deutlich mehr Zufriedenheit, ohne direkt den Job zu wechseln.Definiere Top-Kriterien statt den „Traumberuf“.
Du brauchst nicht den einen perfekten Job, du brauchst einen optimalen Person-Job-Fit. Wähle drei bis fünf Kriterien (z. B. Flexibilität, Sinn, Teamkultur), die dir in deiner aktuellen Lebenssituation am wichtigsten sind. Auf Basis dieser Kriterien kannst du verschiedene Job-Profile miteinander vergleichen.Teste deine Ideen im Kleinen.
Informelle Gespräche, Job Shadowing, Ehrenamt oder Mini-Projekte liefern dir echte Einblicke. Ausprobieren ist hilfreicher als monatelanges Grübeln.Plane deine Finanzen realistisch mit ein.
Nicht jeder Wechsel bringt sofort mehr Gehalt. Plane dir Puffer ein und Übergangsmodelle. So reduzierst du Angst und gewinnst Handlungsspielraum.Verstehe den Neuanfang als Prozess, nicht als einmalige Entscheidung.
Du brauchst keine finale Antwort, bevor du losgehst. Wichtig ist, die erste Etappe zu kennen und unterwegs immer wieder dazulernen, anpassen, verwerfen und neu entscheiden. Und das ist völlig in Ordnung.Geh Schritt für Schritt, auch neben dem Job.
Du musst nicht sofort alles ändern. Viele meiner Kundinnen starten mit nebenberuflichen Projekten oder einer Weiterbildung während der Elternzeit.Mach sichtbar, was du kannst.
Ob intern oder extern, wenn du dich neu orientierst, solltest du sichtbar machen, was du mitbringst (= Personal Branding). Das heißt nicht: Selbstvermarktung um jeden Preis, sondern Klarheit über deine Stärken und wie du sie kommunizierst.Bau dir ein tragfähiges Netzwerk.
Neuorientierung gelingt selten allein. Finde Menschen, die ähnliche Wege gehen oder schon gegangen sind, knüpfe Kontakte in neue Felder und sprich offen darüber, wo du hin willst. Nur dann können andere Menschen dir helfen.Hol dir Unterstützung, wenn du feststeckst.
Nicht alles musst du alleine lösen. Eine Umschulung kann über die Agentur für Arbeit gefördert werden. Auch ein Coaching kann dir helfen, Klarheit zu finden, Blockaden zu lösen und gezielt voranzugehen. Investiere in dich und deinen Traum!
Fazit: Dein beruflicher Neuanfang darf in deinem Tempo entstehen
Ein beruflicher Neuanfang ist kein Beweis dafür, dass du gescheitert bist.
Er ist oft ein Zeichen dafür, dass du dich weiterentwickelt hast und dein Job nicht mehr zu deinem Leben passt.
Du musst heute nicht wissen, wie dein Weg am Ende aussieht.
Es reicht, zu verstehen, warum sich etwas verändern darf und welcher nächste Schritt für dich realistisch ist. Klarheit entsteht nicht durch Druck, sondern durch ehrliches Hinschauen, Ausprobieren und Dranbleiben.
Ein gelungener beruflicher Neuanfang braucht keine radikalen Entscheidungen.
Er braucht innere Orientierung, tragfähige Kriterien und den Mut, loszugehen.
Schritt für Schritt, in deinem Tempo und passend zu deinem Leben.
Wenn du dabei Unterstützung möchtest:
In meinem Coaching begleite ich Frauen dabei, Klarheit zu gewinnen, realistische Optionen zu entwickeln und ihren beruflichen Neuanfang strukturiert anzugehen.
👉 In einem unverbindlichen Erstgespräch schauen wir gemeinsam, wo du gerade stehst und was für dich der nächste sinnvolle Schritt sein kann.
Wenn du Unterstützung für deine berufliche Veränderung suchst, vereinbare gerne ein kostenloses Erstgespräch mit mir.
Häufige Fragen zum beruflichen Neuanfang
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Ein beruflicher Neustart lässt sich gut begründen, wenn du ihn als bewusste Entwicklung darstellst. Erkläre, was du gelernt hast, warum du dich neu ausrichtest und welchen Mehrwert du künftig einbringst, statt dich für den Wechsel zu rechtfertigen.
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Plane dir bewusst Zeit für deinen beruflichen Neustart in deinen Kalender ein. Der erste Schritt ist, ehrlich zu schauen, wofür deine Zeit und Energie aktuell draufgehen und wozu du künftig Nein sagen willst. Es geht nicht darum, noch mehr in deinen Alltag zu pressen, sondern Dinge anders zu priorisieren.
Hilfreich ist ein klarer Plan: Was brauchst du jetzt für deine Neuorientierung und was noch nicht? Am Anfang steht Klarheit, nicht Aktionismus. Kleine Zeitfenster reichen oft aus, wenn du sie regelmäßig nutzt. Schon wenige Minuten am Tag für gezielte Reflexionsfragen oder einen konkreten nächsten Schritt bringen dich Bewegung.
Wichtig ist außerdem, dir mindestens einmal pro Woche bewusst mehr Raum zu nehmen, um tiefer zu denken (“Fokuszeit”). Veränderung entsteht durch stetiges Dranbleiben.
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Neben Stellenanzeigen helfen vor allem Gespräche mit Menschen im Unternehmen. So bekommst du Einblicke in Kultur, Arbeitsweise und Erwartungen. Je klarer du weißt, was du brauchst, desto leichter erkennst du, was wirklich zu dir passt. Besonders familienfreundliche Arbeitgeber findest du auf speziellen Portalen, wie z.B. bei upyu, oder familienfreundliche-arbeitgeber.de.
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Ja. Viele Frauen starten nach einer solchen Phase bewusst neu. Wichtig ist, dass Gesundheit und Stabilität Vorrang haben und der Neuanfang in deinem Tempo erfolgt, mit realistischen, kleinen Schritten, die zu deinem Leben passen. Und ganz wichtig: du solltest wissen, was zu deinem Burnout geführt hat und daran konsequent arbeiten. Oder dir einen Arbeitgeber mit den passenden Rahmenbedingungen für dich suchen.
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Hi, ich bin Mareike, systemische Coach & Expertin für berufliche Neuorientierung.
Ich zeige Frauen mit Berufserfahrung, wie sie sich neu aufstellen können. Ohne Bewerbungsfrust. Dafür mit starkem Netzwerk, Klarheit und echtem Selbstvertrauen.
In meiner Freizeit lese ich gerne - meistens zwei bis drei Bücher gleichzeitig 😉 Oder baue mit meinem Sohn Bagger-Rampen im Sandkasten.
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